Beseitigung einer Rüstungsaltlast


Rückbau eines Kampfstoffbunkers auf einer Bundeswehrliegenschaft


Auftraggeber:
 
Staatliches Baumanagement Lüneburger Heide
 
Bauoberleitung
und Arbeitssicherheitskoordination:

 

GEO-data GmbH, Garbsen
 
Ausführung:
 
HEILIT Umwelttechnik GmbH, Bereich Bremen
 
Ausführungszeitraum:

 
Dezember 2007 bis Juni 2008

 

Bediengang des KampfstoffbunkersDer Kampfstoffbunker diente seit den 30er Jahren bis 1945 als Vorratslager für chemische Kampfstoffe wie z. B. Schwefel-Lost (Dichlordiethylsulfid), Clark 1 (Diphenylchlorarsin) und Arsinöl. Für die Lagerung der Kampfstoffe war der Bunker mit 8 Zisternen ausgestattet, von denen am Ende des 2. Weltkrieges sieben Zisternen befüllt waren.
 

Im Herbst 1945 wurden durch britische Streitkräfte etwa 2.400 t Kampfmittel aus dem Bunker abgepumpt und in unmittelbarer Umgebung in offenen Wannen verbrannt. Anschließend wurde der Bunker teilgesprengt.
 

Aufgrund der Lagerung von Schwefel-Lost und arsenhaltigen Kampfstoffen sowie der erfolgten Teilsprengung des Bunkers sind erhebliche Teile der Bausubstanz und des umgegebenen Bodens mit Arsen und Kampfstoffresten kontaminiert. Vor diesem Hintergrund wurde der Kampfstoffbunker aus Gründen der Gefahrenabwehr, insbesondere im Hinblick auf das Schutzgut “Grundwasser”, freigelegt und rückgebaut.
 

Aufmaßskizze des KampfstoffbunkersGefahrstoffe
 

Schwefel-Lost, Clark 1, Arsinöl und deren Umwandlungs- / Abbauprodukte sowie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Des Weiteren war mit Kampfstoffmunition und Munitionsresten zu rechnen.
 

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
 

Für die Rückbauarbeiten wurde ein Arbeits- und Sicherheitsplan unter Berücksichtigung der BaustellV, TRGS 524 und BGR 128 erstellt. Die Arbeiten fanden unter Begleitung von Munitionsfachkräften und Feuerwerkern statt. Für die beweissichernden Messungen der Umgebungsluft wurde u. a. ein Ionen-Mobilitäts-Spektrometer eingesetzt.
 

Geräteeinsatz
 

Zwei Raupenbagger mit Schutzbelüftung, Tieflöffel, Sortiergreifer, Betonschere und Abbruchhammer sowie Radlader und Muldenkipper mit Schutzbelüftung.
 

Abfallbilanz
 

Im Zuge der Rückbauarbeiten sind folgende Abfallmengen angefallen:
 

Baustelleneinrichtung (Schwarz-Weiß-Schleuse)
  • Boden 1.500 t
  • Betondecke und Wände 8.000 t
  • Bunkersohlplatte 4.700 t
  • Zisternenfliesen 600 t
  • schlammige Bauschuttreste 1.000 t
  • kontaminiertes Wasser 200 m³
  • Metallabfälle (z.B. Rohrleitungen) 6 t
  • Kampfstoffgranaten 20 Stk.
  • Zünder 73 Stk.
  • Munitionsschrott 300 kg

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